Leserbrief von Helga Scheurer
12. April 2010 | Von Ines Springer | Kategorie: StadtentwicklungHier veröffentliche ich den Leserbrief von Helga Scheurer, Stadträtin in Glauchau und Vorsitzende ihrer Fraktion, zu “Drunter & Drüber” (Freie Presse, 08.04.2010, Glauchauer Zeitung, Seite 11) zu Ihrer Information:
“Wir sind seit Jahrzehnten Leser Ihrer Zeitung. Vieles nahmen wir mit Interesse zur Kenntnis, über manches haben wir uns auch geärgert. Aber das ist wohl ganz normal.
Doch das, was da auf der 1. Lokalseite der Ausgabe vom 8. April 2010 unter der Rubrik “Drunter & Drüber” zu lesen ist, dürfte an Niveaulosigkeit alles bisher Dagewesene übertreffen und eigentlich Anlass genug sein, die Freie Presse abzubestellen.
Eine Glosse, das sollte sicher sein, kritisiert mit Witz und Ironie, also mit Geist und Sprachgewalt. Davon kann hier beim besten Willen aber nicht die Rede sein. Die beiden Schreiberlinge sind vielmehr mit ihren an den Haaren herbeigezogenen Bildern nur beleidigend.
Eine Glosse darf oder soll kritisieren und belehren, setzt dann aber bei den Autoren Sachkenntnis voraus, die dieser Text leider völlig vermissen lässt.
Ich gehöre der Arbeitsgruppe an, die mit den ersten Vorüberlegungen zu einem Bewerbungsverfahren befasst ist. Ich kann Ihnen versichern, dass das Vorhaben “Landesgartenschau” am allerwenigsten an einem Slogan scheitern wird. In dem 1924 erschienenen Heft der Reihe “Weltplätze des Handels und der Industrie” schreibt Walter Hoppert, der in dieser Zeit als Glauchaus Stadtgarteninspektor tätig war: “Die innigste Vermischung der Baulichkeiten mit Pflanzengrün trug der Stadt berechtigt den Ehrentitel ‘Gartenstadt’ ein.” (Nachzulesen in der Broschüre des Denkmalvereins e.V. “Glauchau die Gartenstadt”)
Ja, es gibt in unserer Stadt noch mancherorts Grünflächen und auch einige Industriebrachen, die einer dringenden Bearbeitung bedürfen. Gerade deshalb muss es unser aller Ziel sein, gemäß dem Stadtentwicklungskonzept die Chance zu nutzen und ein differenziertes Grünkonzept zu entwickeln und mit Fördermitteln zu realisieren.
Wir brauchen keine Miesmacher, sondern Menschen, die für eine Landesgartenschau werben und uns bei der Vorbereitung mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Helga Scheurer, Glauchau.”








